Luftqualität in Haaren

Luft in Haaren wie am Kaiserplatz!

Ratsfraktionen und Verwaltung kennen das Problem und verschlimmern die Situation

Wir wissen: Der Bereich des Kaiserplatzes gehört landesweit zu den am meisten mit Luftschadstoffen belasteten städtischen Gebieten. Hohe Feinstaub- und Stickstoffoxidwerte machen krank. Bronchial- asthma, Lungenkrebserkrankungen, Allergien und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind zunehmend die Folge dieser Luftschadstoffe. Insbesondere Kinder und ältere Menschen sind immer häufiger von den Auswirkungen von Feinstaub und Stickoxiden betroffen. Aktuelle Studien weisen auf eine geringere Lebenserwartung durch die Auswirkungen dieser Schadstoffe hin: Feinstaub wird zunehmend zur Todesursache!

Vielen Anwohnern stinkt‘s schon jetzt gewaltig

Auch im Herzen unseres Stadtbezirks wurden bereits im Jahr 2006 Werte für die Alt Haarener Straße ermittelt, die mit 48,7 µg/m3 Stickstoffdioxid und 29,1 µg/m3 Feinstaub annähernd die extremen Werte von Kaiserplatz und Wilhelmstraße erreichen. Die enorme Belastung mit Luftschadstoffen erklärt sich dadurch, dass ganz Haaren eingekreist ist von einem Verkehrsaufkommen mit täglich über hunderttausend Fahrzeugen. Der Stadt sind diese Werte bekannt. Nicht bekannt ist, was die Stadt in Haaren dagegen unternehmen will. Ein umzusetzender Auftrag, wie die Verkehrsleitplanung für Haaren zu verbessern ist, fehlt ebenso wie eine Messstation.

Haaren braucht Frischluftzufuhr

Der Haarberg im Bereich Kreuzstraße/Lindenweg stellt für Haaren eine wichtige Kaltluftschneise dar. So wird in dem gesamtstädtischen Klimagutachten aus dem Jahr 2000 empfohlen, diese für den Stadtteil wichtige natürliche Klimaanlage nicht zusätzlich zu bebauen. Diese Frischluftschneise sorgt mit der insbesondere nachts schwereren kalten Luft für ein Verdrängen der wärmeren Schadstoffluft und damit zu einer Klimatisierung und wertvollen Belüftung bis hin zum Zentrum Haarens.

Geld vor Gesundheit? Ein Skandal zu Lasten unseres kinderreichen Stadtteils!

Trotz besseren Wissens gestatteten nun Politik und Verwaltung, diese für Haaren so wichtige Belüftungsschneise durch eine Bebauung zu zerstören. Die grüne Lunge, der alte Sportplatz, soll Profitinteressen geopfert werden. Sachlich fundiert begründetete Bürgereinwendungen und Protest wurden angehört; ungeachtet dessen wurden der Verkauf und die Bebauung des Gebiets beschlossen. Wie lange wollen wir diese skandalöse Normalität einer einseitigen Politik der Investoreninteressen hinnehmen?