Integration

Schaffen des Projekts „MeinE MieterIn aus der Ferne“

Es gibt einige lobenswerte Projekte zum Thema Migration und Integration in unserer Stadt. Gerne lassen sich zu einigen Terminen im Jahr einzelne unserer WürdenträgerInnen ablichten mit Menschen aus fernen Ländern. Wie viel Hilfe dies für MigrantInnen in ihrem Alltag in unserer Stadt darstellt, wissen wir nicht. Aber so lange Menschen aus der Türkei, aus Asien und aus Afrika bei der Wohnungssuche vor großen Problemen stehen, weil die Fremdenangst und Fremdenfeindlichkeit viel zu vieler Vermieter ihnen den Zugang zum Wohnungsmarkt verweigert, so lange stimmt eine ganze Menge auch in unserer Stadt nicht!

Fremdenfeindlichkeit? Nein danke!

Mit dem langfristig orientierten und massiv zu bewerbenden Projekt „MeinE MieterIn aus der Ferne“ haben Vermieter regelmäßig die Gelegenheit, sich „positiv zu outen“, indem sie öffentlich deutlich machen, ihre Wohnung gerne auch an Menschen mit anderer Hautfarbe zu vermieten. Ziel muss sein, die Schamgrenze bei „problematischen“ Vermietern derart anzuheben, dass dies deren Fremdenangst übersteigt und die Bereitschaft an Migranten zu vermieten merklich steigt. Der darauf zu erwartende Abbau von Fremdenangst und die „möglicherweise“ einsetzende Freude am Kennenlernen anderer Kulturen bringen das Projekt weiter voran – zum würdevollen Umgang und Nutzen aller Menschen in unserer Stadt!

Zugangsbedingungen zu Schulbildung und Berufsausbildung massiv verbessern

Die aktuelle Statistik zeigt, dass Kindern mit Migrationshintergrund der Zugang zu hochwertiger Bildung erschwert ist. Aufgrund einer teils verfehlten zurück liegenden kommunalen Stadtentwicklungspolitik entwickelte sich zwangsläufig das Problem einer Art Ghettoisierung in bestimmten Stadvierteln mit besonders hohem Migrationsanteil an den dortigen Schulen. Kurzfristig ist eine zu verbessernde – auch personelle Ausstattung an diesen Schulen ein Mittel der Wahl. Langfristig schafft eine konsequent heterogen ausgerichtete Stadtentwicklungspolitik – mit einzuplanendem anteiligem Angebot für MigrantInnen – Abhilfe. Das Ausbildungsangebot u. a. auch der Stadtverwaltung für Menschen mit Migrationshintergrund ist zu erhöhen.

Weiteres

  • Die Ausgaben im Kulturetat für MigrantInnen sind im Verhältnis zum MigrantInnenanteil vorzusehen!
  • Erhöhte Anforderungen an Menschen ohne deutschen Pass bei Behördenvorgängen sind abzuschaffen
  • Gleiche Rechte für Menschen ohne deutschen Pass in kommunalen Gremien!

Ich will wählen, wo ich lebe!

Wir fordern das kommunale Wahlrecht für alle rechtmäßig hier lebenden EinwohnerInnen. Man kann sich kaum demokratisch nennen, wenn man einem größeren Teil seiner Mitmenschen dieses Recht vorenthält. Das zu erfüllende Wahlrecht ist ein zentraler Punkt zur Schaffung des integrativen sozialen Friedens!